5 klassische Fehler beim Mandolinespielen und wie du sie vermeidest

Titelgrafik „5 klassische Fehler“: eine nummerierte Liste von 1 bis 5: Haltung, Druck, Tempo, Stimmung, PausenKI-generiert

Die meisten Anfängerfehler auf der Mandoline haben mit Anspannung, Tempo und den doppelten Saiten zu tun. Hier sind fünf, die besonders oft bremsen, jeweils mit einem Test, an dem du sie erkennst.

FehlerWoran du ihn erkennstWas hilft
Die Greifhand trägt das InstrumentDer Hals sackt ab, sobald du die Hand öffnestGurt; Unterarm auf den Korpus legen
Zu viel Druck auf den SaitenDie Fingerkuppen schmerzen schnell, Töne klingen leicht zu hochDruck verringern, dicht am Bund greifen
Nur eine Saite des Paares klingtDer Ton ist dünn oder schwebtFinger mittig und steil aufsetzen
Zu schnell spielenDer Fehler passiert immer an derselben StelleTempo halbieren, mit Metronom steigern
Üben ohne PlanNach Wochen dieselben Lieder auf demselben Standfeste Reihenfolge für jede Einheit
Die fünf Fehler im Überblick.

1. Die Greifhand trägt das Instrument

Der Test: Nimm die linke Hand vom Hals. Bleibt die Mandoline, wo sie ist? Wenn nicht, klammert die Greifhand, statt zu greifen, und kann sich nicht frei bewegen. Abhilfe schaffen ein Gurt, auch im Sitzen, und der rechte Unterarm, der den Korpus locker an den Körper drückt. Die Haltung im Einzelnen beschreibt der Beitrag Die ersten Schritte auf der Mandoline.

2. Zu viel Druck auf den Saiten

Wer fest drückt, ermüdet schnell, und der Ton wird sogar falsch: Eine zu stark niedergedrückte Saite klingt etwas zu hoch. Der Test: Greife einen Ton und lass den Druck langsam nach, bis es schnarrt. Kurz davor liegt der Druck, den du wirklich brauchst. Greifst du dicht hinter dem Bundstäbchen, reicht noch weniger. Ist das Greifen trotzdem mühsam, liegt es oft am Instrument: Eine zu hohe Saitenlage lässt sich einstellen.

3. Nur eine Saite des Paares klingt

Diesen Fehler gibt es nur bei Doppelsaiten. Sitzt der Finger nicht mittig, wird nur eine der beiden Saiten sauber gegriffen, oder das Plektrum streift nur eine. Der Ton klingt dünn oder schwebt. Setz die Fingerkuppe steil auf, sodass sie beide Saiten bedeckt, und führ das Plektrum durch das ganze Paar. Eine gute Übung: jeden Ton einer Tonleiter zweimal anschlagen und hinhören (Tonleitern üben).

4. Zu schnell spielen

Unter Tempo verfestigen sich Fehler. Geht dieselbe Stelle immer wieder schief, ist das Tempo zu hoch. Halbiere es mit dem Metronom, spiele die Stelle dreimal fehlerfrei und steigere dann in kleinen Schritten (Schneller spielen mit dem Metronom).

5. Üben ohne Plan

Wer nur spielt, was schon klappt, bleibt stehen. Eine feste Reihenfolge hilft: kurz aufwärmen, ein Technik-Thema, dann Stücke, die schwierige Stelle zuerst. Fertige Pläne für 15, 30 und 60 Minuten stehen im Beitrag Übungsroutinen für Mandolinenspieler; einen Weg für den ersten Monat gibt der 30-Tage-Lernpfad vor.

Und die Anschlagshand?

Ein sechster Kandidat ist der Anschlag aus dem ganzen Arm. Er macht müde und klingt ungleichmäßig. Die Bewegung kommt aus dem Handgelenk; wie das geht, steht im Beitrag Tremolo und Wechselschlag.