Übungsroutinen für Mandolinenspieler: Pläne für 15, 30 und 60 Minuten

Titelgrafik „Übungsroutinen“: ansteigende Balken als FortschrittKI-generiert

Wer weiß, was er in den nächsten Minuten übt, kommt schneller voran als jemand, der einfach drauflosspielt. Hier findest du einen Aufbau, der für jede Übungszeit funktioniert, und drei fertige Pläne.

Die vier Bausteine einer Einheit

BausteinWas du tustWomit
Aufwärmenleere Saiten im Wechselschlag, dann eine Tonleiter langsamTonleiter-Finder
Technikein Thema pro Tag: Akkordwechsel, Tremolo oder GriffbrettAkkordwechsel-Trainer, Griffbrett-Trainer
Stückeerst die schwierige Stelle, dann das ganze LiedLied-Bibliothek
Ausklangetwas spielen, das schon sitzt–
Die Reihenfolge bleibt gleich, nur die Dauer ändert sich.

Drei Pläne

Baustein15 Minuten30 Minuten60 Minuten
Aufwärmen2510
Technik51020
Stücke61225
Ausklang235
Minuten je Baustein.

Bei 60 Minuten lohnt eine kurze Pause in der Mitte. Wer nur eine Viertelstunde hat, findet einen Minutenplan und einen Wochenrhythmus in der 15-Minuten-Strategie.

Beispiel: 30 Minuten an einem Dienstag

  • Minute 0 bis 5: stimmen, dann die G-Dur-Tonleiter auf und ab, ein Ton pro Klick bei 60 Schlägen.
  • Minute 5 bis 15: Thema Akkordwechsel. G und C im Wechsel, zwei Schläge pro Griff, erst bei 60, dann bei 70 Schlägen. Danach C und D.
  • Minute 15 bis 27: ein Lied aus der Bibliothek. Zuerst nur die Zeile mit dem schwierigsten Wechsel, fünfmal hintereinander, dann das ganze Lied zweimal.
  • Minute 27 bis 30: ein Lied, das du schon kannst, ohne Metronom.

Am nächsten Tag bleibt der Ablauf gleich, nur das Technik-Thema wechselt: Wechselschlag, Tremolo, Griffbrett oder Tonleitern in Terzen (Tonleitern üben).

Tempo und Metronom

Übe neue Stellen so langsam, dass sie fehlerfrei klappen, und erhöhe das Tempo erst dann in kleinen Schritten. Das Metronom hat einen Übungs-Timer: Zeit einstellen, losspielen, nicht auf die Uhr sehen. Wie du Tempo systematisch aufbaust, zeigt der Beitrag Schneller spielen mit dem Metronom.

Was du aufschreiben solltest

Ein Satz pro Tag genügt: Was hast du geübt, bei welchem Tempo, was ist der nächste Schritt? Nach ein paar Wochen siehst du daran, dass es vorangeht, auch wenn es sich nicht so anfühlt.

Drei Fehler beim Üben

  • Immer von vorn anfangen: Dann sitzt der Anfang und der Schluss nie. Beginne mit der schwierigen Stelle.
  • Nur spielen, was schon klappt: Das macht Freude, bringt aber wenig. Dafür ist der Ausklang da.
  • Zu schnell üben: Fehler, die du schnell übst, übst du mit.

Weitere Stolpersteine beschreibt der Beitrag 5 klassische Fehler beim Mandolinespielen.

Häufige Fragen

Wie oft pro Woche sollte ich üben?

Lieber fünfmal kurz als einmal lang. Was du am Vortag geübt hast, sitzt am nächsten Tag besser, wenn du es wiederholst.

Was, wenn mir die Technik-Übungen keinen Spaß machen?

Kürze sie, statt sie zu streichen: Fünf Minuten genügen. Nimm die Übung aus dem Lied, das du gerade lernst, etwa den schwierigsten Akkordwechsel als Technik-Thema.

Wie es weitergeht

Einen festen Weg für den ersten Monat gibt der 30-Tage-Lernpfad vor.