Häufige Fragen zur Mandoline
Kurze Antworten auf die Fragen, die Einsteiger am häufigsten stellen. Jede Antwort verweist auf den Beitrag oder das Werkzeug, in dem es ausführlich wird.
42 Fragen
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Lernen
Ist Mandoline schwer zu lernen?
Der Einstieg ist überschaubar: Die Grundgriffe G, C und D brauchen je zwei Finger, und damit begleitest du schon erste Lieder. Mehr Übung verlangen der saubere Anschlag der Doppelsaiten und das Tremolo. Einen Weg durch die erste Woche zeigt der Beitrag Die ersten Schritte auf der Mandoline.
Wie lange dauert es, bis ich ein Lied spielen kann?
Wer täglich zehn bis fünfzehn Minuten übt, begleitet nach einigen Wochen erste Lieder mit Akkorden. Das ist ein Richtwert, kein Versprechen. Der 30-Tage-Lernpfad führt Schritt für Schritt dorthin.
Welche Akkorde lerne ich zuerst?
G-Dur (0-0-2-3), C-Dur (0-2-3-0) und D-Dur (2-0-0-2), gezählt von der G- zur E-Saite. Danach lohnt D7, der in vielen Liedern steht. Alle Griffbilder zeigt die Akkord-Bibliothek; die ersten Griffe erklärt der Beitrag Die 5 wichtigsten Mandolinen-Akkorde.
Tun die Finger am Anfang weh?
Ja, in den ersten ein bis zwei Wochen ist das üblich, weil die Saiten aus Stahl und doppelt vorhanden sind. Übe kurz und dafür täglich, dann gewöhnen sich die Fingerkuppen daran.
Brauche ich Noten, oder reichen Tabs?
Für den Anfang reichen Griffbilder und Tabs. Im Zupforchester wird meist nach Noten gespielt; die lernst du Schritt für Schritt dazu. Mehr dazu in Noten oder Tabs? und Mandoline-Tabs für Anfänger.
Wie viel sollte ich üben?
Lieber täglich zehn bis fünfzehn Minuten als einmal pro Woche eine Stunde. Einen Minutenplan gibt die 15-Minuten-Strategie, Pläne für längere Einheiten stehen in den Übungsroutinen.
Ich spiele schon Gitarre oder Geige. Hilft das?
Ja. Von der Gitarre bringst du Rhythmus und Akkordfolgen mit; neu sind Stimmung, Griffe und der Anschlag mit dem Plektrum. Geiger haben es bei den Tönen leicht, weil die Mandoline genauso gestimmt ist, und lernen vor allem Plektrum und Tremolo neu.
Brauche ich Unterricht?
Die Grundlagen lassen sich allein lernen. Eine Lehrkraft sieht aber Haltungsfehler, die man selbst nicht bemerkt; schon ein, zwei Stunden am Anfang helfen. Die Wege im Vergleich: Online-Kurs oder Privatunterricht.
Was ist Tremolo?
Mandolinentöne klingen schnell aus. Damit ein Ton lang klingt, wird er sehr schnell im Wechselschlag wiederholt: Das ist das Tremolo. Wie du es aufbaust, steht im Beitrag Tremolo und Wechselschlag.
Kann ich als Linkshänder Mandoline lernen?
Ja. Viele Linkshänder spielen rechtshändig, andere wählen ein spiegelbildlich gebautes Instrument. Beide Wege und die Fallstricke beim Umbau beschreibt Mandoline für Linkshänder.
Ist die Mandoline für Kinder geeignet?
Ja, das Instrument ist klein und leicht. Ob es passt, hängt von Handgröße und Interesse ab; wichtig sind eine niedrige Saitenlage und ein Instrument, das sich gut stimmen lässt. Mehr in Mandoline für Kinder.
Instrument und Kauf
Wie viele Saiten hat eine Mandoline?
Acht Saiten in vier Paaren. Beide Saiten eines Paares sind gleich gestimmt und werden zusammen gegriffen und angeschlagen.
Welche Arten von Mandolinen gibt es?
Die Schalenmandoline (Rundmandoline) mit gewölbtem Rücken, die Flachmandoline, dazu A-Style und F-Style mit gewölbter Decke. Schalenmandolinen findet man vor allem in der Klassik und im Zupforchester, A- und F-Style im Bluegrass und Folk. Einen Überblick mit Bildern gibt die Seite Arten.
Was ist der Unterschied zwischen A-Style und F-Style?
Die Form: A-Style ist tropfenförmig und schlicht, F-Style hat zusätzlich eine Schnecke und Spitzen am Korpus. Die Schnecke ist kein Klangbauteil, macht den Bau aber aufwendiger und das Instrument teurer. Mehr in A-Style oder F-Style.
F-Löcher oder ovales Schallloch?
Ovale Schalllöcher klingen meist runder mit mehr Grundton, F-Löcher direkter und durchsetzungsstärker. Für Bluegrass sind F-Löcher üblich. Beides gibt es bei A- und bei F-Style.
Was kostet eine gute Mandoline?
Als Richtwerte: Einsteiger etwa 150 bis 350 Euro, Mittelklasse 400 bis 1.000 Euro, Profi-Instrumente ab etwa 1.500 Euro. Unter 100 Euro ist die Bespielbarkeit oft schlecht. Einzelheiten im Kaufratgeber.
Worauf achte ich beim Kauf?
Auf eine niedrige Saitenlage, stimmende Töne am 12. Bund, glatte Bundenden und Mechaniken, die die Stimmung halten. Eine massive Decke klingt in der Regel besser als eine laminierte. Die Prüfpunkte stehen im Kaufratgeber; eine erste Richtung gibt der Kaufberater.
Welches Zubehör brauche ich?
Plektren, ein Stimmgerät, Ersatzsaiten und eine gepolsterte Tasche. Koffer, Gurt und Notenständer kommen dazu, wenn du sie brauchst. Mehr in Zubehör für Mandolinenspieler.
Welches Plektrum nehme ich?
Für den Einstieg eines mit etwa 1 mm Stärke und abgerundeter Spitze. Dicker und runder klingt voller, dünner und spitzer heller. Mehr in Plektren für Mandoline.
Was ist der Unterschied zwischen Mandoline und Mandola?
Die Mandola ist größer und klingt tiefer. Je nach Tradition ist sie eine Quinte tiefer gestimmt (C-G-D-A) oder eine ganze Oktave tiefer (G-D-A-E). Mehr in Die Mandolinen-Familie.
Mandoline oder Ukulele?
Die Ukulele ist beim Begleiten schneller gelernt, die Mandoline ist das stärkere Melodieinstrument und lauter. Den Vergleich findest du in Mandoline oder Ukulele.
Akustische oder elektrische Mandoline?
Für den Einstieg eine akustische. Eine elektrische Mandoline lohnt sich erst, wenn du regelmäßig mit Band und Verstärker spielst.
Aus welchem Holz wird eine Mandoline gebaut?
Die Decke ist meist aus Fichte, Boden und Zargen sind oft aus Ahorn, das Griffbrett aus Palisander oder Ebenholz. Einzelne Hersteller verwenden auch andere Hölzer.
Welche Hersteller gibt es?
Bekannte Namen sind unter anderem Gibson, Eastman und Weber. Einen Überblick gibt die Seite Hersteller.
Stimmen und Pflege
Wie ist eine Mandoline gestimmt?
In Quinten auf G, D, A und E, von tief nach hoch, genau wie eine Geige. Die beiden Saiten eines Paares haben dieselbe Tonhöhe.
Wie stimme ich meine Mandoline?
Am einfachsten mit dem Online-Stimmgerät: Mikrofon erlauben, eine Saite anschlagen und an der Mechanik drehen, bis die Anzeige in der Mitte steht. Jede der acht Saiten wird einzeln gestimmt. Die ganze Anleitung mit Frequenzen steht in Mandoline stimmen.
Warum verstimmt sich meine Mandoline ständig?
Häufige Ursachen sind neue Saiten, die sich noch dehnen, Wechsel von Temperatur und Luftfeuchtigkeit oder ein verrutschter Steg. Was jeweils hilft, steht in Mandoline stimmen.
Wie oft muss ich die Saiten wechseln?
Bei regelmäßigem Spielen sind zwei bis drei Monate ein üblicher Abstand, spätestens wenn die Saiten dumpf klingen oder die Stimmung nicht mehr halten. Wechsle paarweise, damit der Steg nicht verrutscht. Die Anleitung steht in der Pflege-Anleitung.
Wie pflege ich meine Mandoline?
Nach dem Spielen Saiten und Griffbrett trocken abwischen, das Instrument im Koffer und fern der Heizung lagern und auf die Luftfeuchtigkeit achten; als Zielbereich gelten etwa 45 bis 55 Prozent. Mehr in Pflege und Wartung.
Koffer oder Gigbag?
Für den Weg zum Unterricht reicht eine gut gepolsterte Tasche; für Reisen und wertvolle Instrumente lohnt ein Koffer. Mehr in Koffer oder Gigbag.
Musik und Geschichte
In welcher Musik wird die Mandoline gespielt?
In der klassischen Zupfmusik und im Zupforchester, in Folk, Bluegrass und irischer Musik, gelegentlich auch in Rock und Pop. Überblick: Mandolinen-Stile; Songs zum Hinhören: Mandoline in Rock und Pop.
Woher kommt die Mandoline?
In ihrer heutigen Form entstand sie Mitte des 18. Jahrhunderts in Neapel, mit vier Doppelsaiten in Quinten. Ihre Vorläufer sind kleine Lauten. Mehr in Die Geschichte der Mandoline.
Welche Rolle spielt die Mandoline im Bluegrass?
Sie übernimmt zwei Aufgaben: den kurzen, trockenen Chop auf den Schlägen 2 und 4, der die Band zusammenhält, und schnelle Soli. Mehr in Die Mandoline im Bluegrass und Chop-Akkorde.
Wie unterscheidet sich der Klang von der Gitarre?
Die Mandoline klingt höher und heller, und die Doppelsaiten geben dem Ton ein leichtes Schweben. Ihre Töne klingen schneller aus, deshalb werden lange Töne mit Tremolo gehalten.
Wer sind bekannte Mandolinenspieler?
Bill Monroe prägte den Bluegrass, Avi Avital steht für die Klassik, Chris Thile verbindet Bluegrass, Pop und Bach. Porträts stehen in Berühmte Mandolinenspieler.
Wo kann ich mit anderen zusammen spielen?
In Zupforchestern und Mandolinenvereinen, in irischen Sessions und bei Bluegrass-Jams. Anlaufstellen sind die Landesverbände des Bundes Deutscher Zupfmusiker und Musikschulen.
Über diese Seite
Sind die Werkzeuge kostenlos?
Ja. Stimmgerät, Akkord-Bibliothek, Metronom, Tonleiter-Finder, die Trainer und die Lied-Bibliothek kosten nichts und brauchen keine Anmeldung. Zur Übersicht: Werkzeuge.
Was passiert mit dem Ton aus meinem Mikrofon?
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