Von „Abschlag“ bis „Zupforchester“: die wichtigsten Begriffe rund um die Mandoline, kurz erklärt – jeweils mit Link zur ausführlichen Anleitung oder zum passenden Werkzeug.
A
- A-Style
- Mandoline mit gewölbter Decke und tropfenförmigem, symmetrischem Korpus – der vielseitige Einstieg für Bluegrass und Folk. Mehr dazu
- Abschlag
- Anschlag mit dem Plektrum von oben nach unten, in Noten mit ⊓ gekennzeichnet. Kommt im Wechselschlag auf die Zählzeiten. Mehr dazu
- Akkord
- Mehrere Töne gleichzeitig, auf der Mandoline meist über alle vier Saitenpaare gegriffen, z. B. G-Dur 0-0-2-3. Mehr dazu
- Aufschlag
- Anschlag von unten nach oben (Zeichen V). Kommt im Wechselschlag auf das „und“ zwischen den Zählzeiten. Mehr dazu
- Auftakt
- Unvollständiger Takt am Liedanfang – z. B. „Ihr“ in „Ihr Kinderlein, kommet“. Der erste Akkord kommt erst danach. Mehr dazu
B
- Backbeat
- Betonung der Zählzeiten 2 und 4. Im Bluegrass spielt die Mandoline dort ihren Chop. Mehr dazu
- BPM
- Beats per Minute – Schläge pro Minute, die Tempo-Angabe des Metronoms. Mehr dazu
- Bund
- Abschnitt des Griffbretts zwischen zwei Bundstäbchen. Jeder Bund erhöht den Ton um einen Halbton. Mehr dazu
- Bundreinheit
- Wie genau die Töne in den Bünden stimmen. Test: Oktave im 12. Bund mit dem Stimmgerät prüfen. Mehr dazu
- Bundstäbchen
- Die Metallstäbe quer im Griffbrett. Man greift knapp dahinter, nicht darauf. Mehr dazu
C
- Chop
- Kurz angeschlagener und sofort abgedämpfter Akkord – der perkussive Bluegrass-Rhythmus der Mandoline. Mehr dazu
- Chor
- Saitenpaar: zwei gleich gestimmte Saiten, die zusammen angeschlagen werden. Die Mandoline hat vier Chöre. Mehr dazu
- Crosspicking
- Anschlagstechnik, bei der das Plektrum in einem wiederkehrenden Muster über mehrere Saiten wandert – klingt ähnlich wie Fingerpicking. Mehr dazu
D
- Decke
- Die Oberseite des Korpus. Sie schwingt am stärksten und prägt den Klang – massiv (z. B. Fichte) oder laminiert. Mehr dazu
- Dur
- Tongeschlecht mit großer Terz – klingt meist hell und fröhlich. Akkorde werden mit Großbuchstaben geschrieben (G, C, D). Mehr dazu
F
- F-Löcher
- Zwei f-förmige Schalllöcher, typisch für A- und F-Style-Mandolinen – statt eines runden Schalllochs. Mehr dazu
- F-Style
- Mandoline mit Schnecke und Spitzen am Korpus; klanglich wie die A-Style, das klassische Bluegrass-Instrument. Mehr dazu
- Flachmandoline
- Mandoline mit flachem Boden, hell und robust – beliebt im Irish Folk und zur Liedbegleitung. Mehr dazu
G
- Gigbag
- Gepolsterte Tasche für das Instrument – leichter und günstiger als ein Koffer, schützt aber weniger. Mehr dazu
- Griffbild
- Zeichnung eines Akkordgriffs: senkrechte Linien sind Saiten, waagerechte Bünde, Punkte die Finger. Mehr dazu
- Griffbrett
- Die Holzfläche auf dem Hals, auf der du die Saiten greifst. Mehr dazu
H
- Hammer-on
- Ein Ton wird ohne neuen Anschlag erzeugt, indem ein Finger kräftig auf die schwingende Saite „hämmert“. Mehr dazu
K
- Kapodaster
- Klemme, die alle Saiten in einem Bund abgreift – so spielst du höher, ohne neue Griffe zu lernen. Mehr dazu
- Korpus
- Der Resonanzkörper der Mandoline aus Decke, Boden und Zargen. Mehr dazu
L
- Lage
- Handposition am Griffbrett. In der 1. Lage greifst du die Bünde 1 bis etwa 7. Mehr dazu
M
- Mandocello
- Tiefstes gängiges Familienmitglied, gestimmt C-G-D-A wie ein Cello. Mehr dazu
- Mandola
- Größere Schwester der Mandoline: in Quintstimmung C-G-D-A oder als Oktavmandola eine Oktave tiefer (G-D-A-E). Mehr dazu
- Mechanik
- Stimmwirbel am Kopf – acht Stück, einer pro Saite. Mehr dazu
- Mensur
- Schwingende Saitenlänge zwischen Sattel und Steg, bei der Mandoline rund 33 bis 36 cm. Mehr dazu
- Metronom
- Taktgeber, der gleichmäßig klickt – das wichtigste Werkzeug, um sauber und schneller zu werden. Mehr dazu
- Moll
- Tongeschlecht mit kleiner Terz – klingt eher weich oder traurig. Geschrieben mit „m“: Em, Am. Mehr dazu
O
- Oktave
- Abstand von zwölf Halbtönen; derselbe Ton höher oder tiefer. Der 12. Bund ist die Oktave der leeren Saite. Mehr dazu
P
- Pentatonik
- Tonleiter aus fünf Tönen – ideal zum Improvisieren, weil kaum ein Ton „falsch“ klingt. Mehr dazu
- Plektrum
- Kleines Plättchen zum Anschlagen der Saiten, meist 0,7 bis 1,5 mm stark. Mehr dazu
- Pull-off
- Gegenstück zum Hammer-on: Der Finger zieht die Saite beim Loslassen leicht an, der tiefere Ton klingt ohne Anschlag. Mehr dazu
Q
- Quintstimmung
- Stimmung in Quinten wie bei der Geige: G-D-A-E. Jede Saite ist fünf Töne höher als die vorige. Mehr dazu
S
- Saitenhalter
- Hält die Saitenenden am unteren Ende des Korpus. Mehr dazu
- Saitenlage
- Abstand zwischen Saite und Bundstäbchen, gemessen am 12. Bund; ideal etwa 1,5 bis 2 mm. Mehr dazu
- Sattel
- Kleine Leiste am Kopfende, über die die Saiten laufen; begrenzt zusammen mit dem Steg die Mensur. Mehr dazu
- Schalenmandoline
- Neapolitanische Mandoline mit gewölbtem Rücken aus vielen Holzspänen – das Instrument der Klassik und Zupforchester. Mehr dazu
- Setup
- Einstellung des Instruments durch Händler oder Werkstatt: Saitenlage, Steg, Sattel, Hals. Mehr dazu
- Steg
- Überträgt die Saitenschwingung auf die Decke. Bei der Mandoline meist nur vom Saitendruck gehalten. Mehr dazu
T
- Tab (Tabulatur)
- Notation mit Linien für die Saiten und Zahlen für die Bünde – ohne Notenlesen spielbar. Mehr dazu
- Taktart
- Anzahl und Art der Schläge pro Takt, z. B. 4/4, 3/4 (Walzer) oder 6/8. Mehr dazu
- Tonleiter
- Folge von Tönen einer Tonart, z. B. G-Dur: G A H C D E Fis G. Mehr dazu
- Transponieren
- Ein Lied in eine andere Tonart versetzen – in unserer Lied-Bibliothek per Knopfdruck. Mehr dazu
- Tremolo
- Schneller Wechselschlag auf einem Ton, damit er lange klingt – der typische Mandolinenklang. Mehr dazu
W
- Wechselschlag
- Abwechselnd Ab- und Aufschlag. Grundlage für schnelles Spiel und Tremolo. Mehr dazu
Z
- Zargen
- Die Seitenwände des Korpus zwischen Decke und Boden. Mehr dazu
- Zupforchester
- Ensemble aus Mandolinen, Mandolen, Gitarren und Kontrabass – in Deutschland weit verbreitet. Mehr dazu
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